In den Gleisplänen ist eine Vielzahl von verschiedenen Signalen zu finden. Doch wie sehen diese Signale in Wirklichkeit aus? In dieser Rubrik möchte ich das anhand von Fotos, Skizzen und Zeichnungen aufzeigen und weitere Informationen zu den verschiedenen Bauarten liefern.

 

Bei der Eisenbahn spricht man ausschliesslich von Signalen. Ampeln gibt es nur im Strassenverkehr. Wenn ihr also gegenüber einem Eisenbahner maximale Inkompetenz demonstrieren wollt, braucht ihr nur etwas in der Art "der Zug hat vor der Ampel angehalten" zu sagen...

 

Hauptsignale gelten für Zugfahrten und richten sich an den Lokführer. In der Grundstellung signalisieren sie Halt.

 

Vorsignale stehen normalerweise in Bremswegentfernung vom Hauptsignal und kündigen dessen Fahrbegriff an. Sie können nicht Halt signalisieren, in der Grundstellung zeigen sie Warnung.

 

Rangiersignale dienen der Regelung von Rangierbewegungen und müssen vom Rangierleiter beachtet werden. Für Zugfahrten sind sie in der Regel ohne Bedeutung.

 

In der Frühzeit der Eisenbahn gab es unterschiedliche Signale für Tag und Nacht. Die Signallampen wiesen zu wenig Leuchtkraft auf und konnten bei Tag nicht erkannt werden. Deshalb wurden bei Tag Flügel oder Scheiben verwendet. Bei einbrechender Dunkelheit mussten die Signallampen angezündet werden, was in der Regel längere Fussmärsche erforderte. Später wurden anstelle Petrollampen elektrische Lampen verwendet, die vom Stellwerk aus beleuchtet werden konnten.

 

Auch die heute üblich Bedeutung der Signalfarben rot = Halt, orange = Vorsicht, Warnung und grün = freie Fahrt war nicht immer üblich. Zeitweise bedeutete grün = Vorsicht, Warnung und weiss = freie Fahrt.

 

Hier ein paar Links zum Thema:

 

Eisenbahnsignale in der Schweiz

 

Die Signale der Schweizer Bahnen

 

Signale der Schweizerischen Bundes Bahn

 

Und wer jetzt noch Ampel sagt, kriegt 3 Punkte Abzug...