Eschwege West

Eschwege West liegt an der doppelspurigen Hauptstrecke (Hannover - ) Göttingen - Berbra (- Frankfurt / Würzburg). Die einspurige Strecke ist die ehemalige "Kanonenbahn" (Berlin -) Leinefelde - Eschwege - Kassel

(- Metz).

 

Da der Plan grösstenteils unbeschriftet ist, hier eine ergänzte Version des gleichen Plans:

- Gleisbezeichnungen sind von mir eingetragen und stimmen nicht mit der Realität überein

- In Deutschland wird auf doppelspurigen Strecken rechts gefahren

  • Im obersten roten Kreis steht "Eschwege-West (KPFV) 1 : 3". Für was KPFV steht, ist mir nicht klar. Interessant ist 1 : 3. Das bedeutet, dass der Massstab in der Breite gegenüber der Länge 3x grösser ist. Das ist eigentlich bei allen Gleisplänen so. Wären die Pläne auch in der Breite massstäblich, wären die Linien so nahe beeinander, dass die Pläne kaum noch lesbar wären 
  • Die beiden durchgehenden Hauptgleise an der Doppelspur können jeweils nur in Fahrtrichtung rechts befahren werden. In der Gegenrichtung fehlen Ausfahrsignale, also aus Gleis 2 Richtung Bebra und aus Gleis 3 Richtung Göttingen. Auch Gleis 1 ist nur Richtung Göttingen befahrbar
  • Richtung Göttingen gibt es nur einen einfachen Spurwechsel. Zusammen mit den nicht freizügig befahrbaren Bahnhofsgleisen könnte das betrieblich zu Problemen führen: Wenn z.B. das Streckengleis Richtung Göttingen für Bauarbeiten gesperrt ist, können Gleise 1 und 2 nicht mehr benutzt werden. Da auch aus Gleis 3 wie oben beschrieben keine Fahrstrasse Richtung Norden eingestellt werden kann, bleibt für Reisezüge nur noch Gleis 4 übrig (Gleis 5 weist keine Bahnsteigkante auf)
  • Die Einspurstrecke ist ziemlich grosszügig mit 3 Hauptgleisen ausgerüstet
  • Der zweite rote Kreis zeigt die Buchstaben Ewf (relativ schlecht lesbar). Damit gemeint ist das links daneben stehende Gebäude. Dort befindet sich das Gleisbildstellwerk "Ewf" (Eschwege West Fahrdienstleiter) vom Typ "SpDrS60" (Spurplan Drucktasten Siemens Bauart 1960), Inbetriebnahme 19. März 1972. Es ersetzte 4 mechanische Stellwerke
  • Der dritte rote Kreis kennzeichnet den Ablaufberg im Süden der Anlage. Es lassen sich 7 Gleise erreichen
  • Gegenüber dem Ablaufberg befindet sich ein Lokschuppen mit zwei Drehscheiben und 16 Ständen
  • Seite Bebra gibt es nur ein Einfahrsignal, es ist also nicht Wechselbetrieb möglich

 

 

Heutzutage hat sich die Anlage stark verändert: Die Strecke Richtung Kassel ist stillgelegt und abgebaut. Auch die Strecke Richtung Eschwege - Leinefelde wurde nach und nach komplett stillgelegt, aber 2009 bis Eschwege Stadt wieder in Betrieb genommen. Zusätzlich wurde nördlich des Bahnhofs eine Verbindungs-schleife angelegt. Die Regionalbahnen in der Richtung Göttingen - Bebra und umgekehrt machen nun eine Dreiecksfahrt an Eschwege West vorbei bis Eschwege Stadt und vollziehen dort einen Richtungswechsel. Der Halt in Eschwege West wurde aufgehoben, so dass es sich jetzt nur noch um einen Betriebsbahnhof ohne Reisendenverkehr handelt.

Im Bahnhof wurden alle Nebengeleise bis auf ein Stumpengeleise abgebaut. Von einst 18 Weichen sind noch 14 übrig geblieben. Somit sieht die Anlage nun folgendermassen aus:

Ausschnitt aus der bereits mehrfach genannten Homepage "Sporenplan". Mit freundlicher Genehmigung von S. Zeegers