Stellwerksplan des neuen Stellwerk Bruchsal H 1929

 

 

Zwei Zirkulare zur Inbetriebnahme des neuen Stellwerks

 

 

Altes Bahnhofsgebäude vor dem Abbruch ca.1968

 

 

Das neue Bahnhofsgebäude im Bau. Inzwischen steht diese Gebäude bereits nicht mehr. Ca. 1968

 

 

Das Stellwerk Bruchsal H aus der Nähe

 

 

Zuckerrübenverlad

 

Von Ulrich Dikenmann habe ich interessante Ergänzungen zu Müntschemier erhalten, die ich nachstehend gerne veröffentliche. Dass ich Müntschemier als ersten Bahnhof ausgewählt habe, ist kein Zufall: Ich bin dort geboren und aufgewachsen - allerdings zu spät, um mich noch an das mechanische Stellwerk und die Klappscheibensignale erinnern zu können.....

 

Gleis III wurde 1942 errichtet.

 

 S. Niklaus

 

 

 Einige Ergänzungen und Fragen zum Stellwerk Bruchsal H Müntschemier von 1929

 

  • Der Einbau könnte im Zusammenhang mit der etwa gleichzeitigen Elektrifikation der BN gestanden haben
  • Es kann auch gut sein, dass für das Stw (teilweise) Occasionsmaterial verwendet wurde, die damalige Bruchsal-Generation war eher die Ausführung J
  • Der Buchstabe H wurde bei Bruchsal-Stellwerken vermutlich nur in der Schweiz für die seltene Ausführung mit oben angeordneten Fahrstrassenhebeln verwendet
  • Die H hatten den Vorteil, recht übersichtlich und kompakt zu sein. Zumindest in Müntschemier befanden sich die Signalhebel links und rechts aussen
  • Zur Inbetriebnahme ist das meist übliche schrittweise Vorgehen bemerkenswert
  • Wahrscheinlich stammten die Klappscheiben-Einfahrsignale gemäss Dienstbefehl 2815 von der vorherigen Anlage. Im Zirkular 2834 erscheinen sie daher ganz oben auch nicht als neue Signale
  • Die wohl eher seltene Kombination Klappscheiben-Einfahr- und Durchfahrsignal ist mindestens auch für Gampelen an der gleichen Strecke dokumentiert
  • Die auf den Plänen eingezeichneten mechanischen Haltfall-Pedale bewirkten, dass nach Zugsdurchfahrten die Einfahrsignale Halt zeigten, die Durchfahrsignale aber bis zum Zurückstellen der Signalhebel weiterhin (Durch-) Fahrt erwarten signalisierten
  • Offen vor dem Aufnahmegebäude stehende Stw gab noch ziemlich oft. Man beachte auch den Pflanzenschmuck, nicht selten gepflegt von der Frau des Vorstandes…
  • Rechts vom Stw neben der offenen Türe hängt offenbar ein Bedienungkasten, eventuell für einen (viel) später eingebauten Gleichstrom-Streckenblock. Dessen Bedienungselemente konnten in der Regel abgedeckt und verschlossen werden
  • Und / oder es könnten da auch noch Tasten für Barrieren vorhanden gewesen sein
  • Ebenfalls auf der Foto erscheint ein Kreuzungsgleis III, das es 1929 noch nicht gab
  • Nun sind auch noch je zwei zusätzliche Weichen- und Fahrstrassenhebel vorhanden
  • Die Anlagenergänzung könnte schon bei Inbetriebnahme ein Thema gewesen sein. Man beachte die leeren Spalten (vier Fahrstrassen, zwei Weichen) in der Verschlusstabelle

  

Ulrich Dikenmann