Eglisau 1985

Hat zwar nichts mit Stellwerk zu tun, darf aber nicht fehlen: Der bekannte Viadukt über den Rhein

 

Alle Fotos S. Niklaus 13.08.1985

Güterzug Schaffhausen - Zürich bei der Durchfahrt durch Gleis 1

 

Bei meinem Besuch habe ich diese Skizze gemacht. Die Ordner mit den Gleisplänen kannte ich damals noch nicht. Die Einfahrsignale E und F Seite Zweidlen bzw. Hüntwangen waren noch Semaphore.

 

Als erstes ging ich zum Einfahrsignal F2 bei der Rheinbrücke. Das neue Lichtsignal steht schon bereit. Rechts ist das Einfahrsignal Hüntwangen-Wil von hinten zu erkennen. Die Stationen sind so nahe beieinander, dass es keine Strecke dazwischen gibt.

 

Signal F2 offen. Da nur Einfahrten über Ablenkung möglich sind, kann das Signal nur Fahrbegriff 2 zeigen. Die beiden Signalflügel sind gekuppelt, d.h. mit einer Stange verbunden.

 

 

Ein Zug fährt Richtung Hüntwangen-Wil aus

 

 

Blick in die andere Richtung. Ein Kieszug nähert sich dem Signal von der Rheinbrücke her.

 

Signal E 1/2 an der Einfahrt Seite Zweidlen. Auch hier steht schon das neue Lichtsignal. Links fährt eine

Ae 6/6 mit ihrem Güterzug Richtung Hüntwangen aus.

 

 

Ein weiterer Kieszug bzw. Zug mit leeren Kieswagen fährt Richtung Zweidlen aus

 

Einfahrt offen mit Fahrbegriff 2. Im Gegensatz zum Signal Seite Hüntwangen konnte dieses Signal auch Fahrbegriff 1 zeigen (bei einer Einfahrt nach Gleis 2).

 

Die mechanischen Signale E und F wurden am 20.08.1985, also eine Woche nach meinem Besuch ausser Betrieb genommen und durch die Lichtsignale ersetzt

 

 

Das ursprüngliche Befehlsstellwerk Bruchsal G mit 14 Kurbeln war zu diesem Zeitpunkt bereits durch ein Dominopult ersetzt worden. Im Wärterstellwerk war aber noch die mechanische Anlage vorhanden.

Der Stellwerkwärter schaut aus dem Fenster. Wie überall sonst habe ich mich nicht angemeldet, sondern einfach freundlich gefragt, ob ich eintreten dürfe. Und wie überall wurde mir auch hier der Eintritt nicht verwehrt.

 

Stellwerk Bruchsal G aus dem Jahr 1897. Die Anlage war also schon 88 Jahre in Betrieb!

 

Der Stellwerkwärter stellt eine Einfahrt von Bülach in Gleis 2. Die Freigaben vom Befehlsstellwerk erfolgten ursprünglich über die Anzeigen oberhalb der grünen Fahrstrassenhebel. Nach der Umstellung des Befehlwerks auf Domino dienten dazu die grünen Lämpchen. Wenn man gut schaut, sieht man, dass drei Lämpchen aufleuchten.

An der Gleistafel ist ersichtlich, dass nur wenige Gleisabschnitte isoliert sind. Isolierte Gleise und Weichen sind gelb gekennzeichnet, nicht isolierte weiss.

 

 

Blick aus dem Stellwerk auf einen durchfahrenden Schnellzug Stuttgart - Milano mit Re 6/6.

 

Ein Regionalzug aus Koblenz mit Re 4/4 I und Leichtstahlwagen fährt über ablenkende Weichen in Gleis 1 ein. Das ist heute nicht mehr möglich, diese Weichenverbindung besteht nicht mehr.

Im Hintergrund sind knapp das Ausfahrsignal D 2 und das Einfahrvorsignal A* von Hüntwangen zu erkennen. Sie sind gemeinsam an einem Mast angebracht.

Der Zugsverkehr in Eglisau habe ich als sehr intensiv empfunden. Es war immer irgendetwas unterwegs und der Stellwerkwärter war gut beschäftigt.

 

 

Gleisplan Stand 1990. Gegenüber meiner Skizze hat sich einiges geändert:

  • Anstelle von Gleis 3 gibt es nun einen Zwischenperron. Weichen 5 und 12 wurden ausgebaut. Gleis IV ist neu Gleis III und Gleis V neu Gleis IV
  • Gleis 7 und Weiche 7 gibt es ebenfalls nicht mehr
  • Ausgebaut wurden auch Weichen 8, 11a und 11b
  • Weichen 9 und 10 wurden Richtung Hüntwagen versetzt, so dass aus Gleis 6 das Streckengleis nach Zweidlen nicht mehr erreicht werden kann
  • Weiche 16 kann auf Ablenkung schneller  befahren werden. Aus Hüntwangen ist die Einfahrt nach Gleis 1 mit  Fahrbegriff 3 möglich
  • Alle Weichen und Geleise 1 und 2 sind isoliert 

Plan aus Sammlung P. Pfeiffer

 

Gleisplan Stand 2008